Vevon-Beitrag bei der Eröffnung der Wanderausstellung „Die Verleugneten“ in Prora

Ausstellungseröffnung in Prora (mit Foto von Mascha, Quelle: Privat).
Ausstellungseröffnung in Prora (mit Foto von Mascha, Quelle: Privat).

Am 26. Juni fand in Prora die Eröffnung der Wanderausstellung  „Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus. 1933 – 1945 – heute“ statt, eine Ausstellung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.

„Die Ausstellung erinnert an Menschen, die im Nationalsozialismus als ‚Asoziale‘ und ‚Berufsverbrecher‘ verfolgt wurden. Ihre Erfahrungen stehen im Zentrum. Zwischen 1933 und 1945 greifen Behörden und Polizei gesellschaftliche Vorurteile auf. Sie kontrollieren, drangsalieren und berauben Zehntausende ihrer Freiheit. Viele werden ermordet. Die Bundesrepublik, die DDR und Österreich verweigern den Betroffenen eine Entschädigung. Ihre Unrechtserfahrungen werden verleugnet.

Im Februar 2020 entschied der Deutsche Bundestag: ‚Niemand saß zu Recht in einem Konzentrationslager, auch die als ‚Asoziale’ und ‚Berufsverbrecher’ Verfolgten waren Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft‘. Im Zuge dieses Beschlusses beauftragte das Parlament die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg mit der Erstellung einer Ausstellung. Sie stellt eines der wichtigsten erinnerungspolitischen Vorhaben des Jahrzehnts in der Bundesrepublik dar“ (aus der Ankündigung des Veranstalters).

Programm:
Begrüßung: Katja Lucke, Dokumentationszentrum Prora
Einführung: Mascha Krink, Gründungsmitglied des vevon-e.V. (Verband für das Erinnern der verleugneten Opfer des Nationalsozialismus e. V.)
Ulrich Baumann und Oliver Gaida, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas