Fotogalerie Wanderausstellung und Lesung in Prora
„Die Nazis nannten sie »Asoziale« und »Berufsverbrecher«. Verfolgungsgeschichten im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik“
Mit Ines Eichmüller und Mascha Krink, Nachkommen von KZ-Häftlingen mit dem schwarzen Winkel.
Wanderausstellung in Prora
„Sie wurden verfolgt. Viele von ihnen wurden ermordet. Nach 1945 wurden sie verleugnet. Niemand wurde zu Recht in ein Konzentrationslager verschleppt, gequält oder ermordet. Trotzdem dauerte es bis 2020, ehe der Deutsche Bundestag die Menschen als NS-Opfer anerkannte, die in den Konzentrationslagern den schwarzen oder den grünen Winkel tragen mussten. Jahrzehntelang wurden sie aus dem öffentlichen Gedenken ausgeschlossen. Viele Familien schwiegen aus Scham, Angst oder weil ihnen immer wieder vermittelt wurde, ihre Angehörigen seien keine ‚richtigen‘ Opfer gewesen. Bis heute wissen nur wenige Menschen, warum diese Frauen und Männer verfolgt wurden. Dabei erzählt ihre Geschichte nicht nur von der Vergangenheit. Sie zeigt auch, wie schnell Armut, Ausgrenzung und gesellschaftliche Vorurteile Menschen entrechten können. Die Lesung macht diese lange verdrängten Biografien sichtbar und gibt Verfolgten ihre Namen und ihre Würde zurück“ (Aus der Ankündigung).
Die Lesung fand am 20. August im Rahmen des Begleitprogramms zu der Sonderausstellung »Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus. 1933 – 1945 – heute« im Dokumentationszentrum Prora statt.
Fotos von der Lesung im Begleitprogramm
Das Begleitheft gibt es jetzt auch in Leichter Sprache.






