Rezension in der taz: Sammelband „Verleugnete Verfolgte“
Der neue Sammelband „Verleugnete Verfolgte“ erinnert an NS-Opfer, die als „asozial“ und „Berufsverbrecher“ diffamiert wurden und bis heute vergessen werden. In der taz erschien am 29. Juli eine Rezension von Lea De Gregorio.
„Die Nationalsozialisten verstanden kriminelle Delikte nicht als Ergebnis sozialer Verhältnisse, sondern als Effekt vermeintlich defekter Gene. Sie steckten Menschen, die straffällig geworden waren und ihre Strafen längst abgesessen hatten, daher in Konzentrationslager. Lorenz W. kam nach Flossenbürg und wurde später im Zuge der ‚Aktion 14f13‘ – bei der ab 1941 für arbeitsunfähig erklärte KZ-Häftlingen in ‚Heil- und Pflegeanstalten‘ getötet werden sollten – in der Tötungsanstalt Bernburg von den Nazis ermordet“ (Auszug).
Frank Nonnenmacher (Hg.): „Verleugnete Verfolgung. Nachkommen von NS-Opfern brechen das Schweigen“. Campus, Frankfurt am Main, New York 2026, 266 Seiten, 32 Euro
Siehe auch unsere Rubrik „Rezensionen“, zu den beiden Vevon-Büchern.